Ein Anwenderbericht von Dr. Christian Niemeyer
Von Anfang an wollte ich in meinem Beruf als Zahnarzt nicht nur solide Behandlungsergebnisse erzielen, sondern meine tägliche Arbeit auf einem zeitgemäßen, modernen Niveau ausüben. Es ist entscheidend für mich, auf reproduzierbare, sichere und präzise Workflows vertrauen zu können und sowohl meinen Patienten als auch mir selbst ein Höchstmaß an Sicherheit und Qualität zu bieten. Die Möglichkeiten der digitalen Zahnmedizin faszinierten mich immer schon sehr und so stieg ich 2019 nach meinem Studium in eine vollständig digital arbeitende Praxis ein. Dort machte ich mich nach und nach mit dem Einsatz von CEREC, 3D-Druck, etc. vertraut.
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Abb. 1: Präparierter Zahn mit initialer Blutung |
In den ersten Monaten zeigte sich jedoch schnell, dass digitale Technologien allein noch keine Wunder vollbringen können. Beim Thema Abformung stellen besonders subgingivale Präparationsgrenzen eine große Herausforderung dar.
Blut, Sulkusfluid und unzureichend retrahiertes Gewebe können die Scans massiv beeinflussen und über den Erfolg oder Misserfolg einer Behandlung entscheiden (Abb. 1). Dabei lassen sich undeutliche Scans, diffuse Präparationsgrenzen oder schlechtsitzende Kronen nicht einfach mit Hilfe von Software oder Technik beheben, sondern ausschließlich durch ein konsequent umgesetztes Tissue Management.
Mit dieser Erkenntnis machte ich mich aktiv auf die Suche nach einer adäquaten Lösung. Ich habe zahlreiche Materialien und Techniken getestet, seien es klassische Retraktionsfäden, Doppelfadentechniken, blutstillende Pasten oder auch Elektrotome und Laser. Rückblickend betrachtet haben einige Methoden besser und andere weniger gut funktioniert. Den Wendepunkt brachte für mich der Austausch in einer etablierten Facebook-Gruppe mit dem zentralen Fokus CAD/CAM. Dort wurden vielerlei klinische Fälle und Erfahrungen ausgetauscht, sowie eingesetzte Materialien und Techniken diskutiert. Diese Erfahrungen haben mir geholfen, meinen Ansatz kontinuierlich zu optimieren. Letztendlich wurde ich auf ein kleines, aber sehr hilfreiches Produkt aufmerksam, ViscoStat Clear™ von Ultradent Products.
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Abb. 2: Nach der Applikation von ViscoStat Clear |
ViscoStat Clear ist ein Hämostatikum und besteht aus 25% Aluminiumchlorid als aktivem Wirkstoff in einer viskösen, transparenten Lösung. Die Anwendung und das Handling von ViscoStat Clear sind denkbar einfach. Das Material wird direkt aus einer Spritze appliziert und mit einem kleinen Bürstchen am Ende des Tips in den Sulkus einmassiert (Abb. 2). Es zieht schnell ein, so dass eine Einwirkzeit praktischerweise nicht erforderlich ist und ich das Material unmittelbar nach dem Einmassieren wieder abspülen kann. Das Aluminiumchlorid wirkt adstringierend und blutstillend, indem es Proteine koaguliert und die Gefäßpermeabilität reduziert. Das Schönste neben all diesen Annehmlichkeiten aber ist, dass die Wirkung von ViscoStat Clear sofort eintritt. (Abb. 3 - 5). Dabei werden nicht nur Blutungen zuverlässig gestoppt, sondern auch Sulkusfluid reduziert, so dass das Arbeitsfeld extrem trocken ist. Was könnte man sich als Behandler mehr wünschen?
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Abb. 3, 4 & 5: Hämostatischer Verlauf und klar erkennbare Präparationsgrenze
Seit 2022 bin ich in meiner eigenen Praxis tätig. Selbstverständlich entscheide und arbeite ich situations- und fallabhängig. Auf eine konstante Basiskomponente greife ich jedoch wirklich immer zurück, und das ist eindeutig ViscoStat Clear. Sehr gerne nutze ich das Hämostatikum sogar in Fällen, bei denen keine sichtbare Blutung vorliegt, um die Restfeuchtigkeit zu eliminieren und so die Scanqualität zu sichern.
Bei tiefen subgingivalen Präparationsgrenzen oder kurzen Kronen ergänze ich ViscoStat Clear durch den Einsatz von Retraktionsfäden. Mein Ziel ist dabei immer, klar erkennbare Präparationsgrenzen, reproduzierbare Restaurationen und vorhersehbare Ergebnisse zu erzeugen. Teflonfäden haben sich meiner Erfahrung nach besonders bewährt (Abb. 6 & 7). Sie sind dimensionsstabil, da sie keine Feuchtigkeit aufnehmen. Außerdem bleiben sie zuverlässig an der Präparationskante liegen und reaktivieren Blutungen nur in den seltensten Fällen. Baumwollfäden hingegen neigen dazu, Feuchtigkeit aufzunehmen, aufzuquellen und sich zu verschieben. Das ist ein nicht zu unterschätzender Risikofaktor für digitale Abformungen.
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Abb. 6 & 7: Sulkus mit Teflonfaden
Völlig unabhängig vom Fadentyp überzeugt mich ViscoStat Clear jedes Mal wieder aufs Neue durch seine schnelle und effektive Wirkung, das saubere Arbeitsfeld und die rückstandsfreie Entfernung ohne Verfärbungen an Hart- oder Weichgewebe zu hinterlassen.
Die Vorteile für mich als Behandler sind signifikant. Es sind weniger aufwändige Nacharbeiten oder nervtötende Wiederholungen von Abformungen nötig. Die Behandlungszeiten selbst sind deutlich kürzer. Doch was ich am meisten schätze, ist die Sicherheit, welche der Einsatz von ViscoStat nicht nur mir gibt, sondern auch meinen Patienten. Besonders in Fällen, bei denen mehrere Zähne auf einmal präpariert werden, spricht der stabile Workflow für sich. Die Hämostase bleibt zuverlässig über die gesamte Behandlungszeit hinweg bestehen, ohne dass ich mehrfach nachbessern muss.
Die digitale Abformung ist für mich ein zentraler Bestandteil meiner täglichen Arbeit. Sie eröffnet Präzision, Effizienz und reproduzierbare Ergebnisse, allerdings nur, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Rückblickend war entscheidend für mich, vom bloßen Hoffen auf ein trockenes Arbeitsfeld und erfolgreiche Resultate hin zu einem kontrollierten, zuverlässig funktionierenden Behandlungsprotokoll zu kommen und damit auch zu perfekten Scans (Abb. 8 -10).
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Abb. 8-10: Zuverlässiges Behandlungsprotokoll: deutlich sichtbare Präparationsgrenzen und perfekte Scans
ViscoStat Clear hat mir dies auf einfache, unkomplizierte Art und Weise ermöglicht und sich damit in meiner Praxis als unverzichtbares Hilfsmittel etabliert. Es steht für Zuverlässigkeit, einen reibungslosen Workflow und die Kontrolle über jedes Detail der Präparation. Gerade in der digitalen Zahnmedizin kann ich damit die Qualität meiner Restaurationen auf konstant hohem Niveau gewährleisten.
Über den Anwender
Dr. Christian Niemeyer

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- 2011- 2017 Studium der Zahnmedizin an der DPU in Krems, Österreich
- 2017- 2022 Tätigkeit als angestellter Zahnarzt
- 2022- heute Selbstständigkeit
- Sonstige Aktivitäten:
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- Referententätigkeiten
- Key Opinion Leader für diverse Hersteller im Bereich der Zahnmedizin
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- Beratungstätigkeiten für klinische Anwendungen
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- Key Opinion Leader für diverse Hersteller im Bereich der Zahnmedizin
- Referententätigkeiten
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