Opalescence™ PF 16%

Anwenderbericht von Dr. Clarissa Jänig

 

Kosmetische Zahnaufhellung wird immer beliebter und ist in den sozialen Medien häufig Thema. Immer öfter sprechen mich Patientinnen und Patienten – mittlerweile eigeninitiativ – auf Zahnaufhellungsprodukte an. Je nach individuellen Patientenfall empfehle ich dann verschiedene Produkte der Opalescence™-Reihe: Entsprechend der Zahnbogenform, den persönlichen Vorlieben der Patienten, etwa bezüglich der Tragezeiten der Schienen oder deren Wiederverwendbarkeit im Rahmen einer Auffrischung, und nicht zuletzt des finanziellen Verfügungsrahmens wird das für den jeweiligen Patienten geeignete Produkt ausgewählt. Bei jeder Zahnaufhellung liegt mein Bestreben in einer sicheren Anwendung, die zahnärztlich eng begleitet wird und bei der Präparate verwendet werden, die aufgrund der enthaltenen Kaliumnitrate und Fluoride den Zahnschmelz stärken und schützen.

Bei dem vorliegenden dokumentierten Patientenfall wurde der 28-jährige Patient in unserer Praxis im Rahmen einer prothetischen Einzelzahnversorgung im Frontzahnbereich vorstellig. Im Zuge dieser Versorgung sprach der Patient mich bei der Auswahl der Zahnfarbe für seine vollkeramische Einzelzahnkrone auf eine Zahnaufhellung der gesamten Zahnreihe an.

Bedingt durch die Corona-Pandemie nahm der Patient beruflich vermehrt an Videokonferenzen teil. Dabei fiel ihm im Vergleich zu seinen Kolleginnen und Kollegen ein „Gelbstich“ seiner Zähne auf. Dadurch entstand bei ihm der Wunsch nach einer helleren Zahnfarbe und einem „strahlend weißen Lächeln“. Neben der helleren Zahnfarbe wünschte er sich zudem ein einfaches und sicheres Verfahren, das sowohl bequem als auch langfristig angelegt sein sollte, damit er es bei Bedarf immer wieder selbst zu Hause anwenden kann.

Da der Patient aufgrund der vorstehenden seitlichen Schneidezähne im Oberkiefer keine regelrechte, sondern eine verschachtelte Zahnbogenform aufweist und er seine Zähne regelmäßig aufhellen will – insbesondere da die Krone im Seitenzahnbereich direkt an die neue Zahnfarbe angepasst wurde -, war für diesen Patienten eine Zahnaufhellung mit individuellen Schienen und dem 16%igen Opalescence PF Gel besonders gut geeignet.

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Abb. 1: 16%-iges Opalescence™ PF Material zur Anwendung in Verbindung mit individuell hergestellten Zahnaufhellungsschienen.

 

Die individuellen Schienen wurden im Praxislabor hergestellt. Gemeinsam mit dem Patienten wurde bei seinem nächsten Termin die Ausgangszahnfarbe ermittelt: A3

Fig_2Abb. 2: 28-jähriger Patient mit verschachtelter Oberkieferfront und der Ausgangszahnfarbe A3.

Nach gemeinsamer Bestimmung der Ausgangszahnfarbe wurde der Patient in die Handhabung der Schienen und des Materials eingewiesen, um eine sichere Anwendung und Zahnaufhellung zu gewährleisten. 

Fig_3Abb. 3: Individuelle, im eigenen Praxislabor hergestellte Schienen des Patienten.

Fig_4Abb. 4: Vorführung und Erklärung der Anwendung der Schienen und des 16%-igen Opalescence™ PF Materials.

Zunächst wurde dem Patienten erklärt, wie er die Ober- und Unterkieferschienen anhand der verschiedenen Zahnformen voneinander unterscheiden kann, sodass eine korrekte, selbständige Anwendung der Schienen im jeweils passenden Kiefer sichergestellt war.

Anschließend wurde dem Patienten gezeigt, wie sich das gelförmige Material – in Form eines dünnen Fadens – an den Außenflächen und Inzisalkanten der Schienen auftragen lässt: Je Anwendung reicht eine einmalige Applikation des Materials in den Schienen.

Durch das Einsetzen der Schienen verteilt sich das Material auf den Flächen der Zähne, sodass es in die Zahnoberflächen einzieht und spätestens nach 24 Stunden einen gleichmäßigen Aufhellungseffekt bewirkt.

Um sicherzustellen, dass der Patient die Handhabung und das Befüllen der Schienen beherrscht, führte der Patient die erste Anwendung des Produkts in der Praxis durch, indem der die Schiene mit dem Gel-Band befüllte und sich diese vorsichtig selbst einsetzte.

Ein Andrücken der Schienen im Mund ist nicht notwendig, da das Aufhellungsgel eine sehr gute Haftung an der Zahnoberfläche besitzt und somit verhindert wird, dass es durch zu starkes Herandrücken in Kontakt mit der Schleimhaut kommt.                        

Fig_5Abb. 5: Der Patient befüllt die Schiene selbständig und appliziert diese im Mund.

Fig_6Abb. 6: Der Patient trägt die mit 16%-igem Opalescence™ PF-Material befüllten Schienen.

Der Patient sollte die Schienen zuhause zwischen vier und sechs Stunden pro Tag tragen. Die durchschnittliche Anwendungsdauer liegt – in Abhängigkeit von der täglichen Tragedauer und der Zahnsubstanz – bei fünf bis zehn Anwendungen. Falls es zu Empfindlichkeiten kommen sollte, welche stets reversibel wären, sollte der Patient die Anwendung für einen Tag aussetzen und die Aufhellung nach einer Pause am darauffolgenden Tag fortsetzen.

Nach der Einweisung in der Praxis und der ersten eigenen Anwendung nahm der Patient die Schienen aus dem Mund, spülte zunächst den Mund gut aus und putzte sich anschließend gründlich die Zähne, um alle Gelreste von den Zahnoberflächen zu entfernen. Anschließend wurde der Patient mit drei Spritzen des Opalescence PF Materials (16%) nach Hause entlassen und erhielt im selben Zuge einen Termin zur Kontrolle im Anschluss der Anwendung.

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Abb. 7: Der Patient entnimmt die Schiene aus dem Oberkiefer.

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Abb. 8: Der Patient entnimmt die Schiene aus dem Unterkiefer.

 

Der Patient erschien nach seinem Urlaub begeistert zum Kontrolltermin in der Praxis und berichtete über die Anwendung. Er habe die Handhabung als unkompliziert und einfach empfunden, es seien keine Empfindlichkeiten aufgetreten und er sei vielfach von Freunden auf seine hellen Zähne angesprochen worden.

Der Patient erzählte, dass er seine Schienen mit in den Urlaub genommen hatte und unter anderem die Hinfahrt im Auto dazu genutzt hatte, um die Schienen zu tragen. Während er die Schienen über mehrere Stunden auf der Fahrt trug, konnte er sich problemlos mit den Mitreisenden unterhalten und empfand die Schienen dabei nicht als störend oder unangenehm. Insgesamt trug er die Schienen  sechs Mal bzw. an sechs aufeinanderfolgenden Tagen für jeweils ca. vier Stunden – und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Zahnfarbe B2.                                                                       

Fig_9 copyAbb. 9: Mit dem Patienten wird das Ergebnis und die neue Zahnfarbe begutachtet: B2.

Fig_10 copyAbb. 10: Ergebnis nach sechs Anwendungen: B2.

Fig_11 copyAbb. 11: Ergebnis nach sechs Anwendungen: B2.

Der Patient zeigte sich überaus zufrieden mit dem Ergebnis, da dieses derart deutlich sichtbar war, dass er sowohl bei seinen nachfolgenden Videokonferenzen von Kolleginnen und Kollegen auf die hellere Zahnfarbe angesprochen wurde als auch mehrere seiner Freunde ihn aufgrund seiner weißeren Zähne nach der Anwendung und dem Produkt fragten. Er zeigte sich besonders begeistert über die einfache Handhabung des Produkts, das anderen Menschen auffallende positive Ergebnis seiner Zahnaufhellung und die vielfache positive Resonanz seiner Freunde und Kollegen.

 Mehr über OpalescenceTM erfahren Sie unter www.ultradent.com/de

 

Über die Autorin

Dr. Clarissa Jänig
      • Studium der Zahnmedizin in Bonn, Deutschland
      • Angestellte Zahnärztin seit 2012
      • Spezialisierung auf Kieferorthopädie

 

 

 

Dr. Clarissa Jänig

Köln, Deutschland