Ein Anwenderbericht von Petteri Viljakainen

 

Seit meinem Studium an der Universität Helsinki gilt mein Interesse insbesondere der ästhetischen und kosmetischen Zahnheilkunde. Im Laufe der Jahre besuchte ich weltweite Kurse und Seminare zu diesen Themen. Mein persönliches Ziel ist es, eine möglichst minimal-invasive kosmetische Zahnheilkunde zu praktizieren. Der Großteil meiner Behandlungen sind so genannte ABB-Behandlungen – „Align“, „Bleach“ und „Bond“.

Im ersten Schritt werden Zahnfehlstellungen korrigiert. Dies dauert in der Regel 6 - 12 Monate. Dafür verwende ich transparente Aligner-Systeme. Gegen Ende der Behandlung werden die Zähne aufgehellt. Abgerundet wird das Ergebnis durch ästhetische Kompositverblendungen. Diese Behandlungen können in der Regel minimal-invasiv durchgeführt werden, ohne dass viel Schmelz entfernt werden muss. Meine Patientinnen und Patienten (im Folgenden der einfacheren Lesbarkeit halber „Patienten“ genannt) profitieren von einem Maximum an Sicherheit und Komfort.

Im Vorfeld zu Aligner-Behandlungen fragen meine Patienten praktisch immer auch nach einer Zahnaufhellung. Ich habe im Laufe meiner Karriere viele kieferorthopädische Behandlungen mit transparenten Alignern und einer anschließenden Zahnaufhellung durchgeführt. Dennoch ist es jedes Mal aufs Neue eine Herausforderung, genau abzusehen, welche konkreten Ergebnisse mit einer Zahnaufhellung erzielt werden können. Hier befand sich eine Art „weißer Fleck“ in meinem Wissensspektrum. Normalerweise wollen die Patienten keine übermäßig aufgehellten, künstlich weißen Zähne. Vielmehr wünschen sie sich eine frischere, natürlich wirkende Zahnfarbe. Daher beschloss ich, eine kleine Studie durchzuführen. Das Ziel war, den Aufhellungsprozess besser nachvollziehen und meinen Patienten fundiert aufzeigen zu können, welche Ergebnisse realisierbar sind.

An meiner Studie nahmen 20 Patienten mit einem Durchschnittsalter von 30 Jahren teil (Altersspanne 20 bis 45 Jahre). Wir begannen die kieferorthopädische Behandlung wie immer mit transparenten Alignern und Attachments. Sobald keine Attachments mehr benötigt wurden, nahmen wir die letzten kieferorthopädischen Anpassungen vor. Parallel dazu wurde die Zahnaufhellung durchgeführt. Die bestehenden Aligner wurden dabei gleich für zwei Zwecke genutzt: einerseits für die Korrektur der Zähne und andererseits für das Aufhellungsverfahren.

Vor Beginn der Zahnaufhellung dokumentierten wir die ursprüngliche Zahnfarbe des zentralen Schneidezahns im Oberkiefer klinisch und über Fotos, welche mit Hilfe eines Polarisationsfilters aufgenommen wurden.Image1a

Ausgangssituation: vor der Zahnaufhellung mit Alignern.

 

Image1bAusgangssituation: vor der Zahnaufhellung mit Alignern (intraorales Foto).

 

Image1cAusgangssituation: vor der Zahnaufhellungs mit Alignern (intraorales Foto mit Polarisationsfilter).

 

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Farbbestimmung: vor der Zahnaufhellung mit Alignern (Foto mit Polarisationsfilter).

 

Um die späteren Farbveränderungen einfach und gut sichtbar bestimmen zu können, systematisierte ich die verschiedenen Zahnfarben: ich nummerierte sie von 1 bis 16 und ordnete sie der bekannten klassischen, mit Bleachfarben erweiterten, Farbskala zu.Image2

Klassische Farbskala: Anordnung der Farben nach Helligkeit (statt Farbton und ‑sättigung).

 

Vor der Aufhellung lag der durchschnittliche Farbwert der Patienten bei 6,55. Dies entspricht etwa den VITA-Farben A1 und B2. In anderen Worten: Die Ausgangsfarbe meiner Patienten lag zwischen A1 und B2. Das ist bereits recht hell, was darauf zurückgeführt werden kann, dass meine Aligner-Patienten eher jung sind.

Für die eigentliche Zahnaufhellung befüllten wir zwei der letzten drei Aligner zur Feinjustierung mit dem Opalescence PF 10% Zahnaufhellungsgel. Der letzte Aligner wurde für die Farbdefinition verwendet. Aufgrund der unkomplizierten Handhabung der Gel-Spritzen konnten meine Patienten dies ganz einfach zu Hause ausführen. Alle Patienten trugen zwei Wochen lang ihre Schienen über Nacht, jeweils zwischen acht und zehn Stunden lang.

Anschließend berücksichtigten wir die Schmelz-Rehydrierung (die Opalescence Formel enthält ausreichend H2O, um eine Dehydrierung zu verhindern) und ließen die Behandlung sieben Tage nachwirken, bevor die finale Zahnfarbe bestimmt wurde. ­

Bei einer Kontrolle nach zwei Wochen lag der Durchschnittswert bei 3,45. Dies entspricht einer VITA-Farbe zwischen BL3 und BL4 und befindet sich deutlich unter dem Ausgangswert von 6,55.Image3-1

Klassische Farbskala mit dem, in dieser Studie verwendeten, Nummernsystem (von 1–16, Anordnung nach Helligkeit). Rote Markierung: durchschnittlicher Ausgangswert (6,55) aller Patienten. Grüne Markierung: durchschnittliches Endergebnis (3,45).

 

Alle Beteiligten waren mit den Ergebnissen und der Farbbestimmung zufrieden. Weiterhin zeigte die Studie, dass die individuelle Zahnfarbe jedes Patienten schön herausgearbeitet wurde und die Zahnaufhellung nicht zu einem künstlichen, übermäßig hellen Ergebnis geführt hatte. Image4a

Endergebnis nach 2 Wochen Zahnaufhellung mit Opalescence PF 10%. Die Farbveränderung im Vergleich zur Ausgangssituation ist bereits erkennbar.

 

Image4bIntraorales Foto des Endergebnisses nach 2 Wochen Aufhellung mit Opalescence PF 10%.

 

Image4cFoto mit Polarisationsfilter nach 2 Wochen Aufhellung mit Opalescence PF 10%.

 

Image4dFinale Zahnfarbe nach der Behandlung. Abschließende Bestimmung der Farbveränderung im Vergleich zur Ausgangssituation (Foto mit Polarisationsfilter).

 

Entsprechend meiner Dokumentation war BL3 die hellste erzielte Farbe. Auf Basis dieser detaillierten Daten kann ich nun besser vorhersagen, welche Ergebnisse möglich sind. Dies hilft mir enorm dabei, realistische Erwartungen vor Behandlungsbeginn zu setzen.

Als Zahnarzt liegt mir das Wohlergehen meiner Patienten am Herz. Daher wollte ich mehr über ihre Eindrücke und ihr Befinden während der Aufhellungsbehandlung erfahren. Ich befragte sie, ob sie irgendwelche Beschwerden verzeichnet hatten oder nicht. Dazu konnten sie einfach mit „ja“ oder „nein“ antworten und ihren Eindruck auf einer Skala von 1 bis 10 evaluieren. Etwa die Hälfte der Patienten beschrieb ein leicht unangenehmes Gefühl zu Beginn der Behandlung. Diese minimalen Beschwerden, bei denen noch nicht einmal von einer Sensitivität die Rede sein konnte, verschwanden bei allen Patienten automatisch nach den ersten zwei bis drei Behandlungstagen. Daher konnten alle Patienten die Behandlung problemlos beenden.

Meiner Meinung nach ist die Zahnaufhellung mit Alignern sehr einfach. Da meine kieferorthopädischen Patienten die Aligner ohnehin tragen müssen, können sie mit einer parallel stattfindenden Zahnaufhellung das Maximum aus ihrer Behandlung und ihren zeitlichen sowie finanziellen Investitionen herausholen. Es müssen weder spezielle Schienen für die Aufhellung angefertigt werden, noch verdoppelt sich die Tragezeit – eine perfekte Kombination.

Vor Beginn der Aufhellungsbehandlung sollten Verfärbungen, Plaque und Zahnstein im Rahmen einer professionellen Zahnreinigung entfernt werden. Anschließend erkläre ich den Patienten, wie die Aligner mit dem Opalescence PF 10% Zahnaufhellungsgel befüllt werden. Dank der einfachen Handhabung der gebrauchsfertigen Spritzen ist dieses Gel sehr unkompliziert und gut für die Zahnaufhellung zu Hause geeignet. Die Behandlung selbst ist zuverlässig und ohne Risiken. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: das Opalescence Zahnaufhellungsgel zeichnet sich durch eine „klebrige“ Viskosität aus und die Aligner bieten ausreichend Platz für das Gel. Da wir nur sehr geringe Gelmengen verwenden (ich instruiere meine Patienten, nur etwa zwei Quadratmillimeter pro Zahn aufzutragen), quillt das Gel nicht aus den Alignern. Somit besteht keine Gefahr, das Weichgewebe zu verletzen. Während unserer zweiwöchigen Studie benötigte jeder Patient für die gesamte Behandlung zwischen drei und vier Spritzen à 1,2 ml. Da es sich bei Opalescence PF 10% Zahnaufhellungsgel um ein Produkt mit einem kontrollierten und neutralen pH-Wert handelt, besteht keine Gefahr einer Demineralisierung der Zähne.

Die Opalescence PF Formel mit Kaliumnitrat und Fluorid ist auf den natürlichen pH-Wert des Mundes abgestimmt. Somit wird das Risiko für Sensibilitäten und Karies reduziert. Gleichzeitig wird der Zahnschmelz gestärkt. Eine weitere bemerkenswerte Eigenschaft des Opalescence Zahnaufhellungsgels ist der hohe Wassergehalt von 20 % (dieser verhindert die Dehydrierung der Zähne und ein Nachdunkeln der Farbe). Daher kann dieses Aufhellungsgel auch über einen längeren Zeitraum hinweg bedenkenlos eingesetzt werden. Falls Patienten beispielsweise nach zwei Wochen nicht mit ihrem Ergebnis zufrieden sein sollten, kann die Behandlung entsprechend verlängert werden. Eine spezielle Nachsorge ist ebenfalls nicht erforderlich. Die Patienten können ihren gewohnten Tätigkeiten im Alltag normal nachgehen.

Die Zahnaufhellung mit Opalescence PF ist gemäß der EU-Kosmetikrichtlinie für alle Personen ab 18 Jahren geeignet. Bevor ich auf Opalescence aufmerksam wurde, hatte ich bereits viele andere Aufhellungsgele getestet. Anfangs war ich davon überzeugt, dass sich nur mit Hilfe von möglichst hohen Konzentrationen und bei einer Behandlung in der Praxis gute Ergebnisse erzielen lassen. Heute bin ich sehr froh darüber, dass Opalescence PF 10% den Gegenbeweis erbracht hat. Jetzt kann ich meinen Patienten eine sanfte und unkomplizierte Zahnaufhellung bieten. Außerdem kann ich bei der Korrektur von Zahnfehlstellungen gleichzeitig und in einem einzigen Schritt eine Zahnaufhellung durchführen. Diese Behandlung empfiehlt sich für alle AnwenderInnen, die sich das Beste aus beiden Welten wünschen: für sich selbst, ihre Teams und natürlich für ihre Patienten.

 

Zur Ergänzung meiner Studie werde ich noch einmal (nach sechs Monaten) Fotos von meinen Testpatienten anfertigen. Ich freue mich schon auf die Ergebnisse.

 

Über den Autor:

Zahnarzt Petteri Viljakainen

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  • Abschluss an der Universität Helsinki, Finnland, 2009
  • Zahnarzt und Partner in den eSmile Praxen in Espoo und Helsinki, Finnland - Schwerpunkt kosmetische Zahnheilkunde
  • Schwerpunkt & besondere Interessen: Ästhetische und kosmetische Zahnheilkunde, regelmäßige Teilnahme an weltweiten Vorträgen und Seminaren

  • Mitgliedschaften:
  • Akkreditiertes Mitglied der American Academy of Cosmetic Dentistry (AACD)
  • Akkreditiertes Mitglied der British Academy of Cosmetic Dentistry (BACD)
  • Akkreditiertes Mitglied der IAS Academy

 

  • Sonstige Aktivitäten:
  • Key Opinion Leader für führende Dentalhersteller
  • Internationaler Referent und Schulungsleiter für Dentalmaterialien und ‑techniken sowie Dentalfotografie

Zu Gunsten des einfacheren Leseflusses wird im Text auf die gleichzeitige Verwendung der Formen für männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Bezeichnungen gelten selbstverständlich gleichermaßen für alle Geschlechter.